Bericht „Besuch Hubschraubermuseum Bückeburg“

Bückeburg ist immer eine Reise wert. Landschaftlich und historisch gesehen, hat es für Jeden etwas zu bieten. Nahe gelegen der Residenz der Fürsten zu Schaumburg- Lippe, dem Schloss Bückeburg, liegt hier eine der zwei niedersächsischen Perlen der Luftfahrtgeschichte. Während man sich in Hannover im Luftfahrt- Museum Laatzen den Flächenflugzeugen widmet, dreht sich hier in Bückeburg alles um den Hubschrauber.

Die Anfänge dieses Museum gehen zum Jahr 1963 zurück. Der damalige Hauptfeldwebel Werner Noltemeyer, bekam den Auftrag seines Kommandeurs, auf dem Gelände der Heeresfliegerwaffenschule ein Hubschraubermuseum einzurichten. In einigen Feldhäusern und einer Freifläche auf dem Gelände des Flugplatzes Achum, wurden jetzt die erworbenen Schätze zur Schau gestellt. Die ständig wachsende Ausstellung wurde dienstlich genutzt, aber auch Schulen der Umgebung besuchten für lehrtechnische Aspekte im Bereich der Physik diesen Standort. Für den normalen Besucher blieben die Tore allerdings verschlossen, denn es handelte sich um einen Teil des militärischen Sicherheitsbereichs, der nur nach Anmeldung betreten werden konnte. Aufgrund neuer Kriterien innerhalb der Bundeswehr und einer ständig wachsender Anzahl von Exponaten, sollte sich dieser Zustand aber bald ändern, und man war gezwungen, einen neuen Platz zu finden.

Hubschraubermuseum Galerie 1

Fündig wurde man mit vereinten Kräften im Haus „Burgmannshof“, welches 1463 gebaut, lange Zeit als Altersheim diente, aber die letzten Jahre leer stand. Hier sollte das neue Zuhause des Hubschraubermuseum Bückeburg sein. Am 09.06.1971 wurde durch Prof. Dipl.-Ing. Dr. Ing. E.h. Henrich Focke das Museum offiziell eröffnet. Unter den geladenen Gästen befand sich Hanna Reitsch, welche ebenfalls ein Pionier der Hubschraubergeschichte war.
1978 wurde der Grundstein für eine 2.000qm große Halle gelegt, denn bisher standen eine große Anzahl an Ausstellungsstücken im Freien, und somit den Umwelteinflüssen ausgesetzt. 1998 unterzog man dem Altbau eine Renovierung und konnte diesen Teil 1991, zum 20 jährigen Bestehen des Museums, wieder der Öffentlichkeit frei geben.

Wenn man das Gebäude von außen betrachtet, mag man kaum glauben, dass hier 40 Hubschrauber und eine große Anzahl von Komponenten, Triebwerken, Modellen, Vitrinen und Schautafeln auf den Besucher warten.

Hubschraubermuseum Galerie 2

Betritt man nun das Museum, fängt man mit den Anfängen und den Träumen der Fliegerei an. Im Videoraum nebenan informiert ein 20 Minuten dauernder Film zur Entstehung des Helikopters. Der nächste Raum ist der Haupausstellungsbereich des Museums und erstreckt sich über zwei Etagen. Das Augenmerk fällt hier auf das soweit wie möglich aus Originalteilen hergestellt Replika einer Focke- Wulf FW 61 sowie einer Focke- Achgelis FA- 330 Bachstelze. Im Rücken befinden sich diverse Vitrinen mit Modellen und Berichten über die Anfänge des Fliegens bis hin zu dem, was einem Hubschrauber ähnlich aussah. Geradeaus gehen wir auf einen abgetrennten Bereich, der der Heeresfliegertruppe gewidmet ist. Ein Teilstück der Alouette II nimmt den meisten Platz ein. Zwei große Modelle des Eurocopter NH- 90 und Tiger zieren die Decke, während alle Hubschraubertypen der Bundeswehr, die aktuell oder in vergangenen Zeiten im Einsatz waren, als Modelle in zwei großen Vitrinen zu sehen sind.

   
Listinus Toplisten