Bericht Fouga Farewell Party 27.09.2007 auf der Beauvechain Airbase
„der Tag an dem der Himmel weinte“

Nach der Ankunft am Außengelände der Base sah es noch gut aus. Das Wetter spielte noch mit, der Himmel war überwiegend blau. Wir gingen von einer standesgemäßen Verabschiedung aus, es sollte aber anders kommen.
Der bei uns als Mäusetöter (wegen der extrem pfeifenden Triebwerksgeräusche) bekannte Strahltrainer, war der erste seiner Art überhaupt. Abgeleitet vom Turbinenmotorsegler CM.8-R13 wurde die Fouga Magister über 900 mal gebaut und damit zu einer Legende. Während sich die deutsche Luftwaffe schon in den 60er Jahren von ihr trennte, wurde sie in einigen NATO-Ländern weiter geflogen, so wie in Belgien bis zum 27.09.2007.

Die MT-35 war „the last of the many“ und der fliegende Repräsentant für 47 Jahre Luftfahrtgeschichte in Belgien. Mit der entsprechenden Lackierung und den Schriftzügen konnte man sie in diesem Jahr auf einigen anderen Veranstaltungen bewundern, hier nun aber hautnah erleben und berühren. Ca. 3000 geladene Gäste erwiesen ihr die Ehre und folgten dem Aufruf, darunter der Minister für Verteidigung Andrés ebenso wie die Kommandeure Luftfahrt und zahlreiche ehemalige Mitfliegende dieses Typs. Alle Anwesenden, die je mit der Fouga in der Luft waren, durften sich auf einer der beiden Tragflächen verewigen. Auch war es möglich, einen Plausch mit den heute anwesenden Piloten und Mechanikern zu halten und sich gegebenenfalls Widmungen und Autogramme geben zu lassen. Heute waren Sie mit „ihrer“ Maschine die Stars.

Fouga Magister Farewell Party Galerie 1

Als der geplante Zeitpunkt des wirklich letzten Fluges näher rückte, änderte sich auch das Wetter schlagartig. Beim Wegschleppen der Maschine zum letzten Display öffnete der Himmel seine Schleusen und es sollte bis zum Ende des Tages nicht mehr aufhören zu regnen. Die angereiste Jubiläums-F-16 des 1. Sqn. Stingers machte sich derweil auf, um zusammen mit den 4 Siai Marchetti in den grauen Himmel zu starten und dort den ersten Teil des Displays zu fliegen, während MT-35 zu ihrer Startposition rollte und auf eine Startfreigabe wartete. Nun nahm das Schicksal seinen Lauf: Beim letzten Test konnte der Triebwerkskompressor nicht genügend Druck aufbauen… aus der Traum ! Und so war dann der letzte Flug bereits das morgendliche Training, welches wir von außerhalb mitverfolgen konnten.

Trotzdem wurde der Abschied gefeiert. Mit einer Feuerwehr-Eskorte rollte die MT-35 aus eigener Kraft wieder zurück zum Hangar, und die Piloten wie Mechaniker wurden nicht nur gefeiert, sondern wie es sich gehört, auch ordentlich eingeseift. Die Trauer um den missglückten Flugversuch wurde dann aber schnell mit einigen Bieren bei der Hangarparty ertränkt. Vergessen werden wir sie aber nicht, die Letzte der Letzten.

Fouga Magister Farewell Party Galerie 2


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Quelle: Wiki

   
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