Bericht "Rhein-Main-Classics Oppenheim" vom 24. - 26.08.2007
Kaum eine Veranstaltung in den letzten Jahren, war schon im Vorfeld, so umstritten wie die diesjährigen „Rhein-Main-Classics“ auf dem kleinen Flugplatz bei Oppenheim. Vor zwei Jahren konnte man hier in den Rheinauen noch die legendäre ME-109 „Rote 7“, Spitfire MK XIX, Corsair und Douglas AD 4 N Skyraider bewundern.
Das Konzept in diesem Jahr war sehr gewagt. Der Veranstalter machte den Versuch, Flugtag und Konzertveranstaltungen zu verbinden. Dies geschah für viele Luftfahrtfreunde zu Lasten des Geldbeutels. An den Eingängen zum Flugplatz gab es die von Konzertveranstaltungen bekannten Sicherheitskontrollen – so waren hier beim Einlass sämtliche Getränke abzugeben. Das stieß bei hochsommerlichen Temperaturen natürlich auf wenig Gegenliebe! Ich möchte mich hier nicht in den Reigen der Kritiker einreihen. Alleine der Samstag war die Anreise und das Eintrittsgeld auf jeden Fall wert! Der Flugplatz in den Rheinauen, nur durch einen Hochwasser-Deich vom Rhein getrennt, bot mal wieder ein wunderschönes Ambiente für die angereisten Oldtimer und Warbirds.
Rhein-Main-Classics Galerie 1
Leider litt der Flugtag unter zahlreichen Absagen. Die angekündigte Spitfire MK XIX von Christophe Jaquard fiel aus, weil sich der Besitzer, beim letzten Flug mit seiner mittlerweile verkauften Corsair, das Bein verrenkte. Ein Ersatzpilot konnte nicht aufgetan werden.
Wegen eines ähnlichen Problems erschien auch die A-26 der Scandinavian Historic Flight nicht in Oppenheim. Hier war offensichtlich kein Co-Pilot erschienen, um so ärgerlicher, weil sie mehrere Male als „kurz vor dem Start“ angekündigt wurde. Schön, dass der Halter es geschafft hatte seine P-51 „Old Crow“ nach Oppenheim zu bringen. Hier konnten zahlreiche Starts und Landungen, neben den beiden Displays bewundert werden, da die Maschine für Rundflüge zu buchen war. Für die Yak-3U „Czech Ride“ wurde kurzerhand Ersatz aus der Schweiz beschafft. Leider konnte ich die Yak-9 nur beim Taxen sehen. Lt. Veranstalter hatte die „N82112“ am Samstag ein Problem mit der Pressluft.
Für Aufregung sorgte der missglückte Start einer „Extra 400“ - diese blieb in einer großen Staubwolke abseits der Bahn stehen. Hierbei büßte sie das vordere Fahrwerksbein des sehr schmalen, am Rumpf angesetzten Fahrwerks ein. Gott sei Dank, dass hier außer Sachschaden nicht mehr zu beklagen war!
Rhein-Main-Classics Galerie 2
Neben den drei Warbirds gab es natürlich noch allerhand Weiters zu sehen! Uli Dembinski war auf Weltrekordjagd, Rundflüge gabs mit der JU-52 „HB-HOY“ der „Ju-Air“, mit der AN-2 von „Classic Wings“und auch auf MD 520 N, Eurocopter EC-120, Christen Eagle, AT-6 und auf der Pitts 12 von Hansi Vosseler. Ein ganzer Reigen an Oldtimer-Flugzeugen war vertreten. Hier genannt Boeing „Stearman“, Klemm 35B, „Tiger Moth“, Fw-44 und viele, viele andere Typen.
Auch an hochkarätigen Showeinlagen mangelte es nicht! Neben den „Royal Jordanian Falcons“ hatte ich endlich mal die Gelegenheit das Viererteam „Black-Birds“ auf Zlin-42 zu bewundern. Hier wurde Formationskunstflug vom Allerfeinsten gezeigt! Die Flotte unseres geliebten „Gummibärchensaft-Herstellers“ war mit Rainer Wilke auf BO-105 vertreten. Die Vorstellung war schlichtweg Atemberaubend! Nur ein einziger kleiner Wehmutstropfen bleibt – das Display war sehr weit ab...
Selbstverständlich durfte unsere Wingwalkerin Peggy Krainz nicht fehlen! Beim Start hat sie das Gelände derart „eingenebelt“, dass man an den „Smoketest“ der „Frecche Tricolori“ erinnert wurde.
Mein Fazit, bei allen Widrigkeiten, bleibt: Oppenheim, wir sehen uns beim nächsten Event wieder!
An dieser Stelle vielen Dank an Uwe Ramerth und die vielen Helfer! Ihr habt auch dieses mal wieder einen guten Job gemacht!
© für Text und Bilder liegen bei Airspotter-Magazin.de/ Airspotter.de und Christopher Heller









