Bericht "Jacksonville Sea & Sky Spectacular" am 04.11.2007

Neptune Beach 02. November und einer der Endausläufer des Hurrikans Noel, machten den Trainingstag zur Sandstrahlkabine, weshalb man sich einen windgeschützten Platz suchte, und dem Treiben aus sicherer Entfernung zusah.

Ein anderer Tag und besseres Wetter, so traf man am 04. November wieder zusammen. Hier in Jacksonville zum dreitägigen Sea & Sky Spectacular am Neptune Beach im US Bundesstaat Florida. Die Ärmel und Hosenbeine hochgekrempelt und die blanken Stellen mit genug Sonnencreme versorgt, wurden wir Zeuge einer unvergleichlichen Show.

Eines der ersten großen Ereignisse war der Start der Show mit den Boeing Stearmans der Red Baron® Pizza Squadron. Rote Maschinen, weißer Smoke und blauer Himmel, eine Kombination, die auch den meisten anderen der weit mehr als fünfzigtausend Besuchern gefiel. Den nächsten Abschnitt übernahmen die Drehflügler der US-Navy und Cost Guard. Die MH-68 Stingray und A109 zeigten ihr fliegerisches Können, während aus der HH-65 Dolphin und dem SH-60 Blackhawk Flossenmänner in die seichte See entlassen und später wieder herausgeholt wurden.

Jacksonville Sea & Sky Spectacular Galerie 1

Mit den T-38s der 340th Flying Training Group, wurde das Jet-Programm eingeläutet. Im bunten Wechsel mit S-3s vom VS-22 (Sea Control Squadron) und EA-6B vom VMAQ-1 (Marine Tactical Electronic Warfare Squadron 1) fieberte man dem noch folgenden Programm entgegen. Viel war angekündigt, aber sollte es so enden wie die World Space Expo?

Zaghafte und weit entfernte Überflüge dreier F/A-18 der VMFA(AW)-224 Bengals waren neben einigen Fallschirmspringern die Mittagspausenfüller. Erwartet wurden mit großer Spannung die fliegenden Zigarren oder auch die bei uns unter dem unschönen Spitznamen „Witwenmacher“ bekannten Lockheed F-104D des Starfighters Demo Team. Mit zwei Maschinen dieses Typs wurden wir beglückt, und die Zuschauer erfreute dann ein Sound, der bei uns Zuhause leider schon lange verstummt ist. Am Ende des Tages sollten uns diese beiden herrlichen Jets sowie noch die dritte F-104D aus dem Demoteam verabschieden und eine Gänsehaut hinterlassen.

Auch am heutigen Tag gab es einen Heritage Flight zu bewundern. Nachdem eine F-16 des Viper Demo Teams ihr Solodisplay vorführte, stießen später die bekannte P-51 Mustang Excalibur, und die Phantom F-4 der Phantom East hinzu. Die Phantom, welche hier als Drohnen eingesetzt werden, wurde zusammen mit drei weiteren Schwestern im Vietnam Retro-Look lackiert.

Jacksonville Sea & Sky Spectacular Galerie 2

Nach soviel Action war eine kleine Pause nötig, um alle Kraft für das große Finale zusammen zu nehmen. Die Einleitung der Blue Angels übernahm Fat Albert, die C-130 Hercules der US- Marines. Ein JATO-Start über Wasser wäre sicherlich das Sahnehäubchen der Veranstaltung gewesen, aber darauf musste noch etwas gewartet werden, nämlich bis zur Homecoming Show in Pensacola. Nach dem Programm von Fat Albert war Präzisionsarbeit am Himmel zu sehen. Wenn man sich vor Augen hält, dass die Saison fast zu Ende war, und die Piloten, Mechaniker und alle anderen für das Flugteam notwendigen Personen, eine Menge Arbeit hinter sich hatten, brachten die Piloten in Ihren Boeing F/A 18 Hornet die Luft über den Atlantik doch noch mächtig zum Brennen.

Und so ging ein wunderbarer Tag zu Ende. Auch wenn man dieses Jahr auf eine Landeübung der Spezialkräfte von US- NAVY und Marines verzichtet hatte, war dies für 2007 wohl eine der besten Veranstaltungen, und man darf gespannt sein, was man im November 2009 auf die Beine stellen wird. Auch wenn solche Veranstaltungen zum Zwecke der Nachwuchsgewinnung genutzt werden, merkt man doch, dass auch der Armee der Vereinigten Staaten weniger Haushaltsmittel für solche Ereignisse zur Verfügung stehen und man auf einige kostenintensive Einlagen verzichten muss. Dennoch kann das Gebotene den Aviatikfreund nachhaltig begeistern und zu einem erneuten Besuch animieren.

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